kop-israel.gif (3071 bytes) Volk und Staat
balletje.gif (1043 bytes) Jerusalem balletje.gif (1043 bytes) Hebräisch: Alefbet balletje.gif (1043 bytes) Ron Arad balletje.gif (1043 bytes) Nationalhymne
balletje.gif (1043 bytes) Landkarte balletje.gif (1043 bytes) Startseite
             
Das Land der Verheißung

Die Geschichte des jüdischen Volkes beginnt mit dem Stammvater Abraham. Die Abrahamserzählung beginnt mit dem Auftrag G’ttes an Abraham, sein Geburtsland zu verlassen, und der Verheißung einer neuen Heimat in Kanaan für Abraham und seine Nachkommen. Dies ist das Land, das jetzt als Israel bekannt ist, benannt nach Abrahams Enkel, dessen Nachkommen das jüdische Volk bilden. Das Land Israel wird oft als "gelobtes Land" bezeichnet, weil G’tt dieses Land wiederholt Abraham und seinen Nachkommen als Heimat versprach.

Das "gelobte Land" wird in der Torah als ein Land beschrieben, in dem "Milch und Honig fliessen". Diese Beschreibung scheint nicht mit den Wüstenbildern übereinzustimmen, die wir heutzutage oft sehen. Man darf aber nicht vergessen, daß das Land wiederholt von Eroberern verheert und für die Juden unbewohnbar gemacht wurde.

il-agricul.jpg (8566 bytes) In den wenigen Jahren, da das jüdische Volk wieder die Kontrolle über das Land hat, hat sich die biblische Prophezeiung fast erfüllt. Durch ein ausgeklägeltes Bewässerungssysteem wurde die Wüste wieder fruchtbares Land.

 Seit mehr als 3200 Jahren leben Juden in diesem Land, auch wenn sie nicht immer die politische Macht hatten und die Juden zuweilen als Minderheit hier leben mußten

Die Sehnsucht nach Israel ist im Judentum ein zentraler Gedanke. So ist ein wesentlicher Teil der jüdischen Gesetzgebung mit dem Land Israel verbunden; viele Gesetze können nur hier vollzogen werden. Sowohl in den täglichen Gebeten als auch an den Festtagen und zu anderen Gelegenheiten wird um die Rückkehr nach Israel und Jerusalem gebetet.

Das Leben außerhalb Israel ist für einen Juden eine an sich unnatürliche Situation. So wird die Welt außerhalb Israel oft "Galut" genannt, was gewöhnlicherweise mit "Diaspora" (Zerstreuung) übersetzt wird. Eine wörtliche Übersetzung ist „Verbannung" oder „Gefangenschaft".

Die Juden wurden nach einem Aufstand im Jahre 135 n. d. Z. unter der Leitung von Bar Korchba von den Römern aus Israel vertrieben, zeitweise war ihnen auch das Betreten Jerusalems untersagt. Nur kleinen Gruppen – etwa in Saphed – gelang es, weiterhin in Israel zu wohnen.

il-rome.jpg (16950 bytes)

Zionismus und die Bildung des Staates Israel

Das jüdische Volk hat die Hoffnung auf die Rückkehr nach Hause, nach Israel, nie aufgegeben. Diese Hoffnung wird ausgedrückt in dem Lied HaTikvah (Die Hoffnung). Die Hymne der zionistischen Bewegung ist heute die Nationalhymne des Staates Israel.

Lange Zeit war das Verlangen nach Israel als nationaler Heimstatt nicht mehr als eine vage Hoffnung ohne einen konkreten Plan zu ihrer Verwirklichung. Zum Ende des 19. Jahrhundert gründeten Theodor Herzl und Chaim Weizmann die zionistische Bewegung, eine politische Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates in Israel. Sie sahen in diesem Staat einen notwendigen Zufluchtsort für jüdische Opfer der Unterdrückung, besonders in Rußland, wo Pogrome die jüdische Bevölkerung dezimierten.

Der Begriff "Zionismus" kommt von „Zion", dem Namen der Burg von Jerusalem. Der Zionismus ist keine religiöse sondern vor allem eine politische Bewegung. Die ersten Zionisten wollten einen säkularen Staat Israel gründen.

il-herzl.jpg (4232 bytes)

Theodor Herzl

Theodor Herzl

Theodor Herzl war ein assimilierter, säkularer, jüdischer Journalist. Er hatte wenig Bindungen an seine jüdische Abstammung bis er über den Prozeß gegen Alfred Dreifuss Bericht erstattette. Der jüdische Hauptmann der französischen Armee war zu Unrecht beschuldigt worden, militärische Geheimnisse an Deutschland verraten zu haben. Die darauf entbrannten antisemetischen Ausfälle schockten Herzl und ließen ihn die Notwendigkeit eines jüdischen Staates einsehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg war das Land Israel ein Teil des britischen Mandatsgebiets Palästina, das Israel sowie Teile Transjordaniens und Ägypten umfaßte. In einem Brief des britischen Aussenministers Lord Balfour an den jüdischen Bankier Lord Rothschild brachte die britische Regierung ihr Einverständnis mit der Bildung einer "jüdischen Heimstatt" zum Ausdruck.

d-1.jpg (32858 bytes)

Dieser Brief ist allgemein bekannt unter dem Namen "Balfour-Deklaration" vom 2. November 1917. Darin spricht sich Großbritannien für eine „nationale Heimstätte" des jüdischen Volkes in Palästina aus und sicherte die britische Regierung ihre Unterstützung bei derer Errichtung zu.. Am 24. Juli 1922 wurde die Balfour-Deklaration in das Völkerbundsmandat über Palästina aufgenommen.

il-pionier.jpg (13138 bytes)

Nach dieser klaren Aussage der Mandatsregierung schwoll die Zahl der Einwanderer nach Palästina stark an. Allein, die Mandatsregierung tat nichts, um ihr Versprechen einzulösen. Dies änderte sich im Prinzip auch nicht, als jüdische Menschen auf ihrer Flucht vor den nationalsozialistischen Mördern eine Zuflucht brauchten.

Im Jahre 1947 gaben die Briten ihr Mandat an die gerade gegründeten Vereinten Nationen. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschloß am 29. November 1947 die Teilung des britischen Mandatsgebiet Palästina in einen jüdischen und in einen arabischen Teil.

Am 14. Mai 1948 wurde von David Ben Gurion der Staat Israel ausgerufen, die britischen Truppen verließen Palästina. Nach 2000 Jahren hatten die Juden wieder eine Heimstatt.

il-bengurion.jpg (10080 bytes)
14 mei 1948

Unmittelbar nach der Konstituierung des Staates Israel griffen die umliegenden arabischen Staaten den neuen jüdischen Staat an um die Juden zu vertreiben. Der junge Staat gewann diesen Krieg, ebenso wie jeden nachfolgenden Krieg der arabischen Nachbarstaaten gegen Israel.

isra_map.jpg (10693 bytes)

Das heutige Israel

Gegenwärtig leben etwa 5 Millionen Juden in Israel, das ist etwa ein Drittel der in der Welt lebenden Juden. In Israel bilden sie 80 % der Bevölkerung.
Juden wandern in großer Zahl nach Israel ein. Die Einwanderung wird Alijah genannt, was „Aufgang" bedeutet. Nach dem israelischen Rückkehrergesetz kann jeder Jude automatisch israelischer Staatsbürger werden. Nicht-Juden können nach einem Naturalisationsprozeß die israelische Staatsbürgerschaft erlangen

Die meisten Juden unterstützen das Bestehen des Staates Israel. Doch gibt es sowohl unter den säkularen als unter den ultra-orthodoxen Juden eine sehr kleine anti-zionistische Minderheit, die den Staat Israel ablehnen. Die ultra-orthodoxen Juden weisen darauf hin, daß nur der Maschiach (Messias) den Staat Israel aufrichten kann.
               
© Arbeitskreis
Synagogenlandschaften
21-04-2006 box1@mizrach.org